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Das Gefühl, nicht gut genug zu sein – so einfach wirst du es los

das Gefühl nicht gut genug zu sein
Inhalt

Überleg mal, was du schon alles geschafft hast in deinem Leben. Du hast eine Ausbildung abgeschlossen oder sogar ein Studium, du hast Kinder bekommen, vielleicht auch eine Scheidung halbwegs unbeschadet überlebt. Du bist im Job verantwortlich für dein Team oder du hast dich selbstständig gemacht, weil du ganz viele Ideen hast. Du kriegst deinen Alltag organisiert und kümmerst dich noch um deine alten Eltern. Und dann buchst du noch Kurse und Weiterbildungen. Trotzdem: Immer wieder das Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Möchtest du wissen, woher dieses Gefühl kommt und wie du dich davon verabschieden kannst?

Dann lies diesen Blogpost!

 

Das Gefühl, nicht gut genug zu sein – woher kommt das?

Zweimal pro Woche Ausdauertraining, am besten zusätzlich auch noch Fitness-Studio, regelmäßig gesund kochen, mindestens drei Bücher lesen, die gerade auf der Spiegel-Bestsellerliste gehypt werden. Und dann noch alle Mails zeitnah beantworten, Entspannungspausen in den Alltag einbauen, den Kindern aufmerksam zuhören und liebevoll mit dem Partner umgehen. Alle Strategien befolgen, die dir für Erfolg im Beruf um die Ohren flattern. Hier noch einen Kurs, da noch eine Weiterbildung.

Ich werde schon kurzatmig, wenn ich das nur schreibe. Die Liste unserer Wünsche, Pläne, To-dos ist endlos lang und wenn wir dann nur etwas davon nicht schaffen, ist es da: das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Dieses Gefühl kommt, obwohl du ganz viel, von dem umsetzt, was du dir vornimmst. Und es kommt auch dann, wenn du dich nicht traust, der Welt zu zeigen, was du kannst: Ist die Präsentation professionell genug? Interessiert es die Welt überhaupt, was ich zu sagen habe? Es gibt doch Kollegen, die das viel besser machen, die viel mehr wissen, viel erfahrener sind als ich.

Stell dir mal deinen ganz normalen Alltag im Job vor:

  • Wer erwartet von dir, dass du innerhalb der ersten Stunde morgens alle 80 Mails liest, sortierst und beantwortest?
  • Wer erwartet von dir, dass du regelmäßig am Wochenende arbeitest?
  • Wer erwartet von dir, dass du alles alleine schaffst?
  • Wer erwartet von dir, dass du jede neue Aufgabe bereitwillig übernimmst?
  • Wer erwartet von dir, dass du ohne Pause arbeitest und jeden Abend Überstunden machst?

Niemand – nur du selbst!

Es sind deine eigenen Erwartungen, die dich unter Druck setzen. Du definierst, was „gut“ und „gut genug“ ist. Du tust das vermutlich, indem du dich misst an anderen, die um dich herum sind, und vermeintlich so viel besser alles hinkriegen. Oder du bist eh sehr ehrgeizig und setzt dich damit unter Druck.

Entweder:

Die Maßstäbe, die du anlegst, sind permanent zu hoch.

Oder:

Die Maßstäbe, die du anlegst, passen gar nicht zu dir.

 

Das Gefühl nicht gut genug zu sein: Es ist ein Glaubenssatz!

Hast du schon mal darüber nachgedacht, in welchen Situationen du dich so fühlst – nicht gut genug? Was sind die Auslöser und was merkst du genau? Um das herauszufinden können dir folgende Impulse helfen:

  • Wie interpretierst du deine Erfolge? Hast du nur „Glück“ gehabt? Oder begründest du deine Erfolge mit deinen eigenen Fähigkeiten?
  • Wie gehst du mit Fehlern um? Bist du perfektionistisch oder lässt du Fehler auch mal zu, um daraus zu lernen?
  • Stehst du zu deinen Schwächen? Oder versuchst du, sie zu verheimlichen?
  • Bist du zufrieden mit deinen Kompetenzen oder bist du unsicher, weil du denkst, dass dir noch etwas fehlt?
  • Vergleichst du dich mit anderen und bist dann unzufrieden mit dir?

Gerade erfolgreiche Frauen sind besonders oft von Selbstzweifeln geplagt. Und das, obwohl sie eigentlich zufrieden auf all das schauen könnten, was sie schon geschafft haben. Dafür gibt es sogar einen Namen: Impostor- oder auch Hochstapler-Syndrom. Frauen, die darunter leiden, glauben, dass sie nicht intelligent seien und ihre Leistungen von anderen überschätzt würden.

Eins ist klar: Das fühlt sich überhaupt nicht gut an.

Wie wäre es, wenn du mit folgendem Satz leben würdest: „Ich gebe mein Bestes. Und das ist gut genug.“ Jetzt kannst du natürlich fragen: Was ist „mein Bestes“? Das ist sehr leicht zu beantworten: die Summe deiner Fähigkeiten, Stärken, Kompetenzen. Deine Eigenarten, dein Charakter – kurz: alles, was dich ausmacht.

Und genau das macht dich besonders. Du bist einzigartig und so, wie du bist, „gut genug“.

Ich weiß, das sagt sich so einfach. Aber ich weiß auch, dass du es mit einigen klugen Gedanken und guten Entscheidungen schaffst, dich selbstsicher zu fühlen.

Wenn du als Coach gerade auf dem Weg in die Selbstständigkeit bist, ist ein sicherer Start besonders wichtig. Lies dazu meinen Blogartikel “Als Coach selbstständig machen: Was wirklich wichtig ist”.

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Willst du die Angst, nicht gut genug zu sein, hinter dir lassen? Diese 5 Dinge helfen dir:

1. Better done than perfect

Bei meiner letzten Masterclass in Göttingen hatte ich eine ziemlich coole Zimmerkarte: „Einfach machen – könnte ja gut werden.“ Ich dachte nur: Ja, genau – und wie passend zu meinem Thema. Genau das ist es. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass es perfekt werden könnte – wird es sowieso nicht. Mach einfach und feiere anschließend deine Fehler.

Was kann denn schlimmstenfalls passieren, wenn irgendeine Folie nicht optimal ist? Menschen sehen das und schauen wieder weg. So what! Das ist doch ein aushaltbarer „worst case“, oder? Du kommst am besten voran, wenn du unperfekt bist und dadurch Erfahrungen sammelst. Also: Trau dich!

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass Fehler auch super Lernchancen sind? Fühlt sich doch viel besser an, wenn ich sage “ich kann etwas NOCH nicht” anstatt “ich habe es falsch gemacht”. Wenn du mit diesem Thema gelassener werden willst, dann schau mal hier vorbei: “So schaffst du es, deinen Perfektionismus abzulegen”.

 

2. Lass das ewige Vergleichen

Hier zitiere ich immer wieder gerne meine 92jährige Mutter: „Es gibt so viele Witwen, die im Altersheim leben – ich darf noch in meiner Wohnung sein. Es gibt so viele, die nur mühsam mit dem Rollator laufen – ich kann noch alleine zum Friseur und einkaufen. Es gibt so viele, die in meinem Alter gar nichts mehr sehen können – ich lese jeden Tag die neuesten Nachrichten bei Google und freue mich über Fotos bei Whatsapp.“

Meine Mutter macht’s richtig. Sie vergleicht sich „nach unten“ – d.h. sie schaut auf Menschen, denen es schlechter geht. Leider machen wir Business-Frauen das oft falsch. Wir schauen auf die, die so wahnsinnig professionell bei Insta erscheinen, die schon wieder ein neues Buch geschrieben haben oder die gerade mal wieder den 5stelligen Umsatz gemacht haben – im Monat.

Das ist nur ungesund. Vor allem, weil du gar nicht weißt, zu welchem Preis sie genau diese „Erfolge“ erzielen. Mein Blogpost “Schöner, besser, klüger – warum Vergleiche uns schaden” hat die meisten Likes in meinem Blog. Erstaunt dich das? 😉

 

3. Freu dich über Komplimente

„Du hast einen super schönen neuen Hoodie.“ „Findest du? War gerade im Angebot.“

Kannst du Komplimente annehmen? Auf der Ebene, auf der sie gemeint sind – als Anerkennung und Wertschätzung? Oft können wir das nicht und auch das schwächt uns.

Deshalb mein Vorschlag: Freu dich über Komplimente mit einem lächelnden „Danke“. Fühlt sich gut an und stärkt dein Selbstvertrauen.

Für deine Zufriedenheit und deinen Erfolg ist es sehr, sehr wichtig, dass du an dich glaubst. Wie du selbstbewusster und souveräner wirst, verrate ich dir in meinem Blogpost „Innere Stärke entwickeln“. Danach hat das Gefühl, nicht gut genug zu sein, keine Chance mehr.

 

4. Sag deinem inneren Kritiker, er soll mal die Klappe halten

Ob ich das wohl schaffe? Ich habe doch noch gar nicht so viel Erfahrung. War ja klar, dass ich das nicht hinbekomme! Ist ja immer so. Technik? Kann ich sowieso nicht. Typisch, dass mir dieser Fehler passiert.

Diese Stimmen in deinem Kopf sind völlig normal. Wir alle kennen diese Stimmen. Aber wir sollten diese Brummer aus unserem inneren Chor ausschließen. Sie verderben die Musik. Und vor allem haben sie selten zu 100% recht. Hol dir lieber den wunderbaren Sopran dazu, der dir Mut macht und dich bestärkt.  

Es ist auch sinnvoller zu schauen, was für dich wirklich wichtig ist. Wenn der Kritiker mahnt, auch kurz vor Mitternacht noch Mails zu checken – willst du das wirklich? Oder ist dir der erholsame Schlaf wichtiger?

Was willst du wirklich? Was denkst du über dich, deine Ziele, dein Leben? Du kannst mit deinen Gedanken ganz entscheidend deine Gefühle beeinflussen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass du beobachtest, was in deinem Kopf passiert. Das englische Wort “Mind-set” betont genau diese Strategie: bewusst die Gedanken “setzen”. Wie es dir gelingen kann, dein Mindset auf positiv zu lenken, kannst du in meinem Bloppost nachlesen: “Resilienz stärken – und warum es viele Frauen nicht schaffen, Stress nachhaltig zu bekämpfen”.

 

5. Check die Menschen in deinem Umfeld – wer stärkt, wer schwächt dich?

Dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein, kommt auch dann, wenn wir Menschen in unserer Umgebung haben, die uns schwächen. Zum Beispiel so: „Meinst du wirklich, dass du das schaffst?“ „Willst du dich echt auf die Abteilungsleitung bewerben?“

Du hast eine geniale Idee. Also trau dich auch, dir Menschen an die Seite zu holen, die dich bestärken und unterstützen. Das baut dich auf und gibt dir das Gefühl, gut genug zu sein.

 

Ich tue genug. Ich habe genug. Ich bin genug.

Fällt es dir noch schwer, diese Sätze zu sagen, zu denken, zu fühlen? Überleg doch mal, was deine beste Freundin dir jetzt raten würde? Was würde sie zu dir sagen? In welchen Worten würde sie dir helfen, dich motivieren. Stell dir den genauen Wortlaut vor und freu dich über alle positiven und aufbauenden Botschaften.

– Startklar –
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Eine Antwort

  1. Liebe Bettina, danke für das Erinnern- und das Chorbild, damit kann ich als Chorsängerin viel anfangen…!
    Wobei…eigentlich ist das "Brummen" nur eine vorübergehende Phase, die eine gute Chorleitung mit Geduld und vielen unterschiedlichen Methoden vom Brummen zur strahlenden Stimme entwickelt. Irgendwann bringt diese Stimme sich mit ihrer ganz eigenen Klangfarbe in den Gesamtklang ein😊.

    Um im Bild des Chores zu bleiben-es hilft zu akzeptieren, dass aus einem Tenor kein Sopran wird – höchstens umgekehrt…die eigene Klangfarbe annehmen und mit guter Atmung, Körperspannung und lockerem Kiefer etc. zum Chorklang beitragen…eine gute Zeit wünscht Beate